Pressestimmen      
 

- das Kultuermagazin nr.10 Oktober 2008 PDF-Datei
- Züritipp (Tagesanzeiger) 16.-22.10.2009 PDF-Datei
- Apéro (Neue Luzerner Zeitung) 23.-29.10.2009 PDF-Datei
- Walliser Bote 07.01.2009 PDF-Datei
- Jazz'n'more Januar/Februar 2009 PDF-Datei

De Zwitserse gitarist Franz Hellmüller studeerde muziek in Parijs en Luzern, nam masterclasses bij een keur aan artiesten zoals Frank Möbus, Kurt Rosenwinkel en John Abercrombie, en leidt diverse ensembles waaronder het kwartet Hellmüller’s 4.

Hellmüller is een man van extremen maar ook van balans. Hij kan bescheiden een mooie reeks open akkoorden neerzetten, daarin lange pauzes gebruiken, spanning opbouwen en verwachtingen scheppen, maar ook naar een dichte structuur toewerken. Zijn improvisaties gaan van ingetogen sporadische enkel gespeelde noten zoals in de sfeervolle ballad Thea, via afgemeten riffs in octaven van Endzeit naar razendsnelle, op arpeggio’s gebaseerde, opklimmende reeksen zoals in het groovende Wow.

Het merendeel van de door Hellmüller geschreven stukken wordt in midtempo gespeeld en langzaam opgebouwd rond sterke thema’s. De gitarist kiest zijn noten zorgvuldig, bijvoorbeeld bij de inleiding van akkoordovergangen. Zijn begeleiders zijn even effectief als bedreven en ondersteunen de gitarist doorgaans bescheiden maar krijgen ook veel ruimte voor improvisatie. Zo bouwt Pfammatter in het titelnummer zijn drumsolo ingenieus op en ontbrandt vervolgens een collectieve improvisatie rond het thema. Zowel saxofomist Nu als contrabassist Pousaz nemen regelmatig het initiatief hun kunnen te tonen of met Hellmüller in duel te gaan.

Der schweizer Gitarrist Franz hellmüller studierte Musik in Paris und Luzern, besuchte Masterclasses bei einer erlesenen Anzahl Künstler wie Frank Möbus, Kurt Rosenwinkel und John Abercrombie und ist Leader verschiedener Ensembles, darunter auch des Quartets Hellmüller 4.

Hellmüller ist ein Mann der Extreme, aber auch der Balance. Er kann bescheiden ein schöne Folge offener Akkorde legen, darin lange Pausen verwenden, Spannung aufbauen und Erwartungen schüren, aber auch auf eine dichte Struktur hinarbeiten. Seine Improvisationen reichen von zurückhaltend sporadisch und einzeln gespielten Noten wie zum Beispiel in der stimmungsvollen Ballade „Thea“, über abgemessene Oktaven-Riffs in „Endzeit“ bis zu rasendschnellen, auf Arpeggios aufgebauten, aufsteigenden Linien im groovigen Stück „Wow“.

Die meisten von Hellmüller geschriebenen Stücke werden in einem medium Tempo gespielt und langsam um starke Themen aufgebaut. Der Gitarrist wählt dabei seine Noten sorgfältig, vor allem bei der Vorbereitung von Akkordübergängen. Seine Begleiter unterstützen ihn effektiv und gekonnt, durchwegs zurückhaltend, aber sie erhalten auch viel Raum für Improvisation. So baut zum Beispiel Pfammatter im Titelstück sein Solo genial auf und entbrennt danach in eine kollektive Improvisation rund um das Thema. Sowohl der Saxophonist Su als auch der Bassist Pousaz übernehmen regelmässig die Initiative, ihr Können zu zeigen oder sich mit Hellmüller zu duellieren.

Jazzenzo (Uebersetzung)

 

Lodernde Jazz-Formation

„hellmüller’s 4“ ist ein mit herausragenden Musikern besetztes Quartett der Schweizer Jazzszene. Eine lodernde Formation, welche die vielschichtigen und vielseitigen Kompositionen des Leaders und Gitarristen Franz Hellmüller sensibel und eindringlich umsetzt. Das Repertoire und die Spielauffassung ist zeitgenössisch, abwechslungsreich und erklingt mit viel Emotion einhergehend mit großer Virtuosität.

Ein berauschender Bandsound und ein feuriges Interplay, gespickt mit intensiven Solis, lassen spüren, dass man sich um Etiketten, Clichés oder Stile nicht zu kümmern braucht.“ Die neue, knapp einstündige Scheibe „l’envol“ (meta records 2008), das neueste Produkt des Quartetts, zollt dem, was die Plattenfirma schreibt, Tribut. Feinster Cool-Jazz – eindringliche, wild-verwegen bis nachdenklich-melodische Saxophonklänge verschmelzen hier mit teils atemberaubend wirbelndem Schlagwerk und teuflisch präzise gespielten Saiteninstrumententönen, die mal brachial, ja, radikal sich in den Vordergrund drängen, mal dezent groovend aus dem Hintergrund wirken. Swing, Blues, freie Interpretationen – die drei Musiker von und mit Franz Hellmüller scheinen keine Grenzen zu kennen, was Genreüberschreitungen angeht.

Wenn wir die CD einlegen, scheint es, als lauschte man einem musikalischen Streitgespräch unterschiedlicher Instrumentierungen. Dennoch: Alles harmoniert, ist in sich stimmig: Moll-Musik für Kenner, für besinnliche Stunden – das ist es, wo der Jazz heute steht. „Hellmüller’s 4“ leisten nicht nur mit ihrer neuesten „l’envol“ einen engagierten, intensiven Beitrag, dass die Szene das Interesse an der Musik nicht verliert. Wie alles Irdische überhaupt steht auch der Jazz für Erneuerung, Weiterentwicklung, Innovation. Die Platte „l’envol“ von „hellmüller’s 4“ ist ein weiteres Beispiel.

Christopher Dömges, Gast-Beitrag im Kultur-Extra, das Online Magazin

 

Hellmüllers facettenreiches Improvisationsvokabular oszilliert zwischen atmosphärischer Klangmalerei und konziser Linearität…

Bei Hellmüller und Su handelt es sich um eloquente Improvisatoren, denen der Sinn fürs Melodische auch dann nicht abhandenkommt, wenn sie ihrer Vitruosität freien Lauf lassen – beide artikulieren ihre Einfälle mit beeindruckender Klarheit und entwickeln diese mit Übersicht und ohne Hast. Das Zusammenspiel der Musiker zeichnet sich durch eine unterschwellige Spannung aus, die daran erinnert, dass auch in einem scheinbar ruhigen Fluss reissende Strudel lauern können.

Tom Gsteiger

 

…mais encore et surtout parce qu’ il es un musicien d’ un rare talent et d’ une égale sensibilité. On apprécie ce virtuose qui développe un langage très personnel, magnifiquement accompagné du contrebassiste Luca Sisera et du batteur Tony Renold, è l’ unisson…, le Lucernois fait montre d’ une belle maturité, gage de lendemains musicaux qui chantent de toute évidence.

Thierry Brandt

 

Le jeune guitariste suisse – qui s’ est produit à des nombreuses reprises sur les scènes européennes, dans différentes formations – s’ inscrit, comme ses maîtres, dans le registre de la «linge claire », avec un son limpide, sans artifice, avec des attaques nettes, un toucher sensible, une phrasé fluide, et, surtout, un sens aigu du lyrisme.

Félix Marciano

 

Wer dermassen aus der üppigen Literatur der Jazzgitarre zitiert, der hat wahrlich was zu erzählen. Im Rahmen seiner Schweizer Tournee gastierte das Trio mit Franz Hellmüller (Gitarren), Luca Sisera (Kontrabass) und dem Schlagzeuger Tony Renold am Mittwochabend in der „Werkstatt“ in Chur. Es war ein Jazzkonzert der Stilvielfalten, der Momente der Stille, der Ruhe, aber auch der Eruptionen mit einem erhabenen (Seiten-)Blick auf die Rockmusik.
Tranchenweise verabreichten die drei exzellenten Musiker ihre Botschaften, erzählten die Geschichten vom Jazz.

Domenic Buchli

 

Hellmüller wie Sisera sind technisch brillante Instrumentalisten, doch ist es ihr feinnerviges Interplay, das ihre Zwiegespräche über zehn fremde und eine eigene Komposition zum Hörgenuss macht. Unspektakuläre Könnerschaft.

Ch. Fellmann